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Als Muhammed S. mit einem Freund eine Diskothek in Jüterbog verlässt, werden sie von einer Gruppe Rechtsextremer als „Scheiß-Ausländer“ beschimpft.
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20/11/2008
"NO HISTORICAL BACKSPIN" SPENDET EINNAHMEN FÜR CURA

Ein Projekt aus der Mitte der Berliner Clubszene setzt stellvertretend für die Musiker und Künstler aus dem elektronischen Bereich ein Zeichen gegen rechte Gewalt.


Aufgrund der nicht abreißenden Gewalt gegen Menschen mit Migrationshintergrund hat sich im Jahr 2000 Monika Kruse dazu entschlossen, die Initiative "No Historical Backspin" zu starten, um ein Zeichen gegen Rassismus und Intoleranz zu setzen. Spaß und Engagement gehen hier Hand in Hand.

Der Begründerin und Organisatorin des Events, Monika Kruse, ist Engagement für Vielfalt und gegen Rassismus ein wichtiges Anliegen: „Wir wollen, dass niemand mehr wegen seiner Herkunft, Rasse, Geschlecht, Behinderung oder sexuellen Orientierung in Deutschland diskriminiert, behindert oder verletzt wird. Daher stellen wir uns genauso gegen jede Form von Diskriminierung sei es Sexismus, Homophobie oder Antisemitismus. 60 Jahre nach der Gewaltherrschaft des nationalsozialistischen Regimes in Deutschland wollen wir mit Spaß die Vielfältigkeit von Menschen feiern und durch Musik, Freude und Gemeinsamkeit eine Toleranz vorleben, die wir als selbstverständlich für eine gemeinsame friedliche Zukunft sehen.“

Viele DJs und Produzenten haben sich dem Aufruf und der Initiative angeschlossen und wollen damit ihrer Vorbildfunktion für Jugendliche gerecht werden. Die Initiative ist zugleich ein klares "Nein" gegen die pauschale und eindimensionale Einstufung der Techno-, House- und Clubszene als reine Spaßgeneration. Bereits rund 100 namhafte DJs elektronischer Musik haben bisher bei der Techno-Party-Reihe aufgelegt und sich so gegen rechtsextreme Gewalt positioniert.

Seit der Gründung der Initiative hat sich das Konzept der Veranstaltungen nicht verändert. DJs und Live Acts legen bei Charity Events ohne Gage auf und spenden das gesamte Geld an den Opferfonds CURA der Amadeu Antonio Stiftung zur Unterstützung von Opfern rechtsextremer und rassistischer Gewalt. Auf diese Weise kamen bisher 60.000 Euro zusammen. An dem Abend selber wird ein Infostand auf die Arbeit der Amadeu Antonio Stiftung informieren, Sticker, Dias und Plakate werden auf das Thema aufmerksam machen.

Am 27. und 29. November veranstaltet Monika Kruse in Erlangen und Rostock erneut zwei „No Historical Backspin“ Parties. In Erlangen wird Monika Kruse dabei selbst an den Turntables stehen. Für die Unterstützung des Opferfonds CURA möchte sich die Amadeu Antonio Stiftung bei allen Beteiligten des Events bedanken.

Termine:

27. November 2008 E-Werk Erlangen
29. November 2008 MAU CLUB ROSTOCK

Link: nobackspin.de