"NO HISTORICAL BACKSPIN" SPENDET EINNAHMEN FÜR CURA
Ein Projekt aus der Mitte der
Berliner Clubszene setzt stellvertretend für die Musiker und Künstler
aus dem elektronischen Bereich ein Zeichen gegen rechte Gewalt.
Aufgrund der nicht abreißenden Gewalt
gegen Menschen mit Migrationshintergrund hat sich im Jahr 2000 Monika
Kruse dazu entschlossen, die Initiative "No Historical Backspin" zu
starten, um ein Zeichen gegen Rassismus und Intoleranz zu setzen. Spaß
und Engagement gehen hier Hand in Hand.
Der Begründerin und Organisatorin des Events, Monika Kruse, ist
Engagement für Vielfalt und gegen Rassismus ein wichtiges Anliegen:
„Wir wollen, dass niemand mehr wegen seiner Herkunft, Rasse,
Geschlecht, Behinderung oder sexuellen Orientierung in Deutschland
diskriminiert, behindert oder verletzt wird. Daher stellen wir uns
genauso gegen jede Form von Diskriminierung sei es Sexismus, Homophobie
oder Antisemitismus. 60 Jahre nach der Gewaltherrschaft des
nationalsozialistischen Regimes in Deutschland wollen wir mit Spaß die
Vielfältigkeit von Menschen feiern und durch Musik, Freude und
Gemeinsamkeit eine Toleranz vorleben, die wir als selbstverständlich
für eine gemeinsame friedliche Zukunft sehen.“
Viele DJs und Produzenten haben sich dem Aufruf und der Initiative
angeschlossen und wollen damit ihrer Vorbildfunktion für Jugendliche
gerecht werden. Die Initiative ist zugleich ein klares "Nein" gegen die
pauschale und eindimensionale Einstufung der Techno-, House- und
Clubszene als reine Spaßgeneration. Bereits rund 100 namhafte DJs
elektronischer Musik haben bisher bei der Techno-Party-Reihe aufgelegt
und sich so gegen rechtsextreme Gewalt positioniert.
Seit der Gründung der Initiative hat sich das Konzept der
Veranstaltungen nicht verändert. DJs und Live Acts legen bei Charity
Events ohne Gage auf und spenden das gesamte Geld an den Opferfonds
CURA der Amadeu Antonio Stiftung zur Unterstützung von Opfern
rechtsextremer und rassistischer Gewalt. Auf diese Weise kamen bisher
60.000 Euro zusammen. An dem Abend selber wird ein Infostand auf die
Arbeit der Amadeu Antonio Stiftung informieren, Sticker, Dias und
Plakate werden auf das Thema aufmerksam machen.
Am 27. und 29. November veranstaltet Monika Kruse in Erlangen und
Rostock erneut zwei „No Historical Backspin“ Parties. In Erlangen wird
Monika Kruse dabei selbst an den Turntables stehen. Für die
Unterstützung des Opferfonds CURA möchte sich die Amadeu Antonio
Stiftung bei allen Beteiligten des Events bedanken.
Termine:
27. November 2008 E-Werk Erlangen
29. November 2008 MAU CLUB ROSTOCK