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Als Muhammed S. mit einem Freund eine Diskothek in Jüterbog verlässt, werden sie von einer Gruppe Rechtsextremer als „Scheiß-Ausländer“ beschimpft.
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Hilfe für Spendenopfer

04/02/2009

EINE NARBE WIRD DAUERHAFT VERBLEIBEN

Als Boris R. (Name geändert) kurz nach Mitternacht einen alternativen Treff in der Leipziger Innenstadt verließ, wurde er vor dem Gebäude von einer Gruppe Rechtsextremer beleidigt, bedroht und angegriffen.

Die Täter schlugen Boris mit Schlagringen mehrmals ins Gesicht. Er erlitt eine ausgedehnte Riss-Quetsch-Wunde und ein Schädel-Hirn-Trauma. Nach dem Angriff befand sich der junge Mann mehrere Tage in stationärer Behandlung. Auch ein halbes Jahr später waren die verletzungsbedingten Beschwerden nicht abgeklungen. Dies betrifft andauernden Schwindel und eine Sensibilitätsstörung der rechten Gesichtshälfte. Eine Narbe wird dauerhaft verbleiben. Dazu kommen die psychischen Folgen des Übergriffs, die das Opfer lebenslang begleiten werden.

Die Täter wurden inzwischen ausfindig gemacht und müssen sich nun vor Gericht verantworten. Boris R. wird als Nebenkläger auftreten. Damit dies möglich ist, musste ein ärztliches Attest angefertigt werden, dessen Kosten der Opferfonds CURA der Amadeu Antonio Stiftung übernommen hat. Dieses von Boris R. vorfinanzierte Gutachten dient vor Gericht als Beweismittel für die schweren Folgen des Überfalls.

Dieses Beispiel zeigt, dass auch ein kleiner finanzieller Betrag helfen kann, Opfern rechtsextremer Gewalt notwendige Unterstützung zu geben, die sie von anderer Seite nicht erhalten.

Von Björn Schulz