
EINE NARBE WIRD DAUERHAFT VERBLEIBEN
Als Boris R. (Name geändert) kurz nach Mitternacht einen alternativen Treff in der Leipziger Innenstadt verließ, wurde er vor dem Gebäude von einer Gruppe Rechtsextremer beleidigt, bedroht und angegriffen.
Die Täter schlugen Boris mit Schlagringen mehrmals ins Gesicht. Er erlitt eine ausgedehnte Riss-Quetsch-Wunde und ein Schädel-Hirn-Trauma. Nach dem Angriff befand sich der junge Mann mehrere Tage in stationärer Behandlung. Auch ein halbes Jahr später waren die verletzungsbedingten Beschwerden nicht abgeklungen. Dies betrifft andauernden Schwindel und eine Sensibilitätsstörung der rechten Gesichtshälfte. Eine Narbe wird dauerhaft verbleiben. Dazu kommen die psychischen Folgen des Übergriffs, die das Opfer lebenslang begleiten werden.Von Björn Schulz