Rassistische Gewalt

Berlin ist weltoffen und international, hier kann man Weltbürger*in sein. Viele von Rassismus betroffene Menschen erleben dies anders und sind täglich mit Beleidigungen, Anfeindungen und sogar physischen Angriffen konfrontiert. Auch am Rande von rechten Aufmärschen im Berliner Zentrum kommt es häufig zu gewalttätigen Übergriffen.

 
 

Antisemitische Gewalt

Jüd*innen leben auch in Berlin oft nur unerkannt sicher. In der Öffentlichkeit Jüdische Allgemeine Zeitung lesen, religiösen Schmuck oder Kippa tragen, das ist für viele aus Angst vor Übergriffen keine Selbstverständlichkeit. Öffentliche Verkehrsmittel sind in Berlin ein Hotspot für antisemitische, aber auch andere rassistische Angriffe.

 
 
 

Antiziganistische Gewalt

Grenzenloses Berliner Nachtleben, Leute kennen lernen und auf einer Party „alle Hüllen fallen lassen“, das stößt für viele Rom*nja und Sint*ize häufig an schmerzliche Grenzen. Antiziganismus oder Roma-Feindlichkeit ist in allen gesellschaftlichen Bereichen weit verbreitet und äußert sich oft gewaltvoll und hemmungslos. Viele behalten deshalb aus Angst ihre Identität lieber für sich.

 
 

Homo- und trans*feindliche Gewalt

Homo- und Transsexuelle lieben auch in Berlin in der Öffentlichkeit oft gefährlich. Gleichgeschlechtliche Paare oder Menschen, deren geschlechtliche Identität sich einer binären Eindeutigkeit entzieht, werden häufig spontan beleidigt und körperlich angegriffen. Sich auf der Straße anzufassen oder zu küssen ist deshalb für viele mit der Angst vor Übergriffen verbunden.

 
 
 

Gewalt gegen Wohnungslose

Wohnungslose werden häufig angegriffen, weil sie als minderwertig angesehen werden – plötzlich und ohne sichtbaren Anlass. Übergriffe auf Menschen ohne Obdach zeichnen sich oft durch eine besondere Brutalität aus. Grundlage für diese menschenverachtenden Taten ist ein weit verbreiteter Sozialdarwinismus, der sozial an den Rand Gedrängten die Menschenwürde abspricht.

 
 

Rechte Gewalt gegen Engagierte

Menschen, die sich gegen rechte Hetze engagieren, fühlen sich auch in Berlin zu Hause oft nicht mehr sicher. Eingeschlagene Scheiben, brennende Autos, Drohbriefe – das ist traurige Realität für Viele. Besonders in Neukölln werden in den letzten Jahren Wohnhäuser, Cafés und Läden von rechtem Terror heimgesucht.

 
 
 
 

Todesopfer rechter Gewalt seit 1990 - wir erinnern an...

Todesopfer rechter Gewalt seit 1990

In Deutschland wurden seit dem Wendejahr 1990 mindestens 193 Menschen Opfer rechtsextremer oder rassistischer Gewalt. Informationen über die Problematik der offiziellen Statistik und die komplette Liste der Todesfälle finden Sie hier.

 

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