© Martin Unger
Für Opfer rechter Gewalt gibt es unterschiedliche Möglichkeiten juristische und/oder finanzielle Unterstützung zu erhalten. Nachstehend finden Sie Anlaufstellen und Kontaktdaten mit kurzen Angaben darüber, welche Art der Hilfe Sie dort erhalten können. Die anerkannten Opferberatungsstellen beraten und begleiten Sie auch zu diesen weiterführenden Angeboten gerne kostenlos und vertraulich.
Manche Opferberatungsstellen verfügen zudem auch über einen eigenen Härtefallfonds. Für nähere Informationen zu diesen Angeboten setzen Sie sich am besten mit einer Beratungsstelle in ihrer Nähe in Verbindung. Kontaktdaten der Opferberatungsstellen finden Sie hier.
Finanzielle Hilfe / Bundesweit
Bundesamt für Justiz
Referat III 2 – Opferentschädigung
53094 Bonn
Tel.: 0228 - 99 410 - 5288 oder - 5407
opferhilfe@bfj.bund.de
www.bundesjustizamt.de
Opfer rechter Gewalt können nicht nur beim Opferfonds CURA finanzielle Unterstützung erhalten, sondern auch von staatlicher Seite. Das Bundesamt für Justiz verantwortet einen im Jahr 2001 vom Bundestag verabschiedeten Härtefallfonds. Weiterführende Informationen und Hinweise auf die Unterschiede zwischen dem Opferfonds CURA und der staatlichen Hilfe finden Sie hier.
Juristische Hilfe / Bundesweit
DAV Stiftung contra Rechtsextremismus und Gewalt
c/o Deutscher Anwaltverein (DAV)
Littenstraße 11
10179 Berlin
Tel.: 030 - 72 61 52 –0
dav@anwaltverein.de
www.anwaltverein.de
Die DAV Stiftung contra Rechtsextremismus und Gewalt übernimmt die Kosten für Rechtsberatung und -vertretung von bedürftigen Opfern politisch motivierter Gewalttaten. Damit soll sichergestellt werden, dass die Opfer schnell und ohne bürokratische Hürden den notwendigen Rechtsrat und –beistand erhalten.
Juristische Hilfe / Bundesweit
Büro zur Umsetzung von Gleichbehandlung e.V.
Bülowstr. 61
10783 Berlin
Tel.: 030 - 60 50 33 87
info@bug-ev.org
www.bug-ev.org
Seit 2006 ist das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) in Deutschland in Kraft. Damit ist Diskriminierung aufgrund der ethnischen Herkunft, der Religion, des Geschlechtes, des Alters, einer Behinderung oder der sexuellen Orientierung verboten. Es gibt Betroffenen damit die Möglichkeit, sich vor Gericht erfolgreich gegen Diskriminierung zur Wehr zu setzen. Das Büro zur Umsetzung von Gleichbehandlung e.V. bietet Betroffenen, die sich vor Gericht gegen Diskriminierung zur Wehr setzen wollen, juristischen Beistand an.
Juristische Hilfe / Bundesweit
WEISSER RING e.V.
Bundesgeschäftsstelle
Weberstraße 16
55130 Mainz
Tel. 06131 - 83 03-0
info@weisser-ring.de
www.weisser-ring.de
Der WEISSE RING vergibt Gewaltopfern Hilfeschecks für eine anwaltliche Erstberatung bei einem frei gewählten Anwalt. Unter der kostenlosen Telefonnummer 116 006 finden täglich von 7 bis 22 Uhr Beratungen statt. Der Verein ist zudem mit rund 420 Außenstellen bundesweit vertreten.
Monika Kruse, DJ/Initiatorin von No Historical Backspin
"Wenn No Historical Backspin vielleicht schon im Vorfeld zum Nachdenken anregen kann, so hilft der Opferfonds Cura denjenigen, die bereits unter rassistischer und intoleranter Gewalt leiden mussten."
Prof. Dr. Norbert Lammert
Bundestagspräsident
"Leider werden viele Mitbürger täglich irgendwo in unserem Land angegriffen. Wir müssen uns dagegen wehren und vor allem für die Opfer da sein."
Claudia Luzar, Opferberatungsstelle BACK UP (NRW)
"Leider fühlt sich in Deutschland kaum jemand für die zahlreichen Opfer rechtsextremer Gewalt zuständig. Aber unabhängige Hilfe kommt von dem Opferfonds CURA."
Franz Zobel, Mitarbeiter bei ezra (Opferberatungsstelle in Thüringen)
"Der Opferfonds CURA setzt ein deutliches Signal: Uneingeschränkte Solidarität mit Betroffenen rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt."
183 Todesopfer rechter Gewalt seit 1990 - wir erinnern an...
Am 24. Mai 2001 wird der 27-jährige Axel Obernitz vor einem Freibad in Bad…
Bei einem Ausflug zu einem Stausee bei Hohenstein/Ernstthal (Sachsen) am 25.…
Vier Rechtsextremisten überfallen in der Nacht zum 25. Mai 2000 im Berliner…
In Deutschland wurden seit dem Wendejahr 1990 mindestens 183 Menschen Opfer rechtsextremer oder rassistischer Gewalt. Informationen über die Problematik der offiziellen Statistik und die komplette Liste der Todesfälle finden Sie hier.
Spendenkonto
Opferfonds CURA der Amadeu Antonio Stiftung
Deutsche Bank Bensheim
BLZ 509 700 04
Konto 030 331 331
IBAN: DE30509700040030331331
BIG: DEUTDESF509
Transparenz und Kontrolle