Neonazi-Brandanschlag auf das Anton Schmaus Haus in Berlin-Neukölln © unbekannt; Quelle Indymedia
Einzelpersonen und Familien unterstützt der Opferfonds CURA in der Regel nach einer Erstberatung durch anerkannte Opferberatungsstellen. Diese sind psychologisch und juristisch geschult und sehr erfahren im Umgang mit neonazistischen, rassistischen und antisemitischen Gewalttaten sowie den individuellen Handlungsoptionen nach einem Übergriff. Gerne geben wir Auskünfte über anerkannte Beratungstellen, die Betroffene kostenlos, vertraulich und auf Wunsch auch anonym beraten und begleiten!
Initiativen und Vereinigungen, die zur Zielscheibe neonazistischer Übergriffe geworden oder in der ehrenamtlichen Opferberatung tätig sind, können Anträge auf Unterstützung aus dem Opferfonds CURA direkt bei der Amadeu Antonio Stiftung stellen. Wir beraten Sie gerne bei der Antragstellung!
Der CURA Opferfonds für Betroffene rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt bietet Unterstützung:
Förderung durch den Opferfonds CURA
Um eine Förderung aus dem Opferfonds CURA zu erhalten, wenden Sie sich an eine Beratungsstelle für Betroffene rechter Gewalt oder einen unsere Partner oder stellen Sie direkt einen Antrag beim Opferfonds CURA. Bitte informieren Sie sich auch über andere Unterstützungsangebote für Betroffene rechter Gewalt, z.B. durch den Härtefallfonds beim Bundesjustizamt oder beim der Rechtshilfestiftung des Deutschen Anwaltsvereins.
Ihr formloser schriftlicher Antrag sollte eine Schilderung des Falles enthalten:
Darüber hinaus ist eine knappe Schilderung der polizeilichen und juristischen Verfolgung der
Tat sowie ggf. die Benennung von Zeugen hilfreich.
Gab es eine öffentliche Aufmerksamkeit für den Fall etc.?
Gibt es Belege für die Sachschäden, Gutachten, Fotos oder Rechnungen für Neuanschaffungen, die dem Opferfonds helfen, sich im Sinne der Betroffenen ein Urteil zu bilden?
Bitte senden Sie Ihren Antrag, persönlich unterschrieben mit Angabe einer Bankverbindung
an:
Opferfonds CURA der Amadeu Antonio Stiftung
Linienstr. 139
10115 Berlin
Eingehende Anträge werden laufend im Rahmen der zur Verfügung stehenden Spendenmittel aus begutachtet und entschieden. Eine Entscheidung dauert maximal vier bis sechs Wochen. Die maximale Unterstützungssumme beträgt 2.500 Euro. Ausnahmen davon bedürfen der Zustimmung des Stiftungsrates der Amadeu Antonio Stiftung.
Monika Kruse, DJ/Initiatorin von No Historical Backspin
"Wenn No Historical Backspin vielleicht schon im Vorfeld zum Nachdenken anregen kann, so hilft der Opferfonds Cura denjenigen, die bereits unter rassistischer und intoleranter Gewalt leiden mussten."
Prof. Dr. Norbert Lammert
Bundestagspräsident
"Leider werden viele Mitbürger täglich irgendwo in unserem Land angegriffen. Wir müssen uns dagegen wehren und vor allem für die Opfer da sein."
Claudia Luzar, Opferberatungsstelle BACK UP (NRW)
"Leider fühlt sich in Deutschland kaum jemand für die zahlreichen Opfer rechtsextremer Gewalt zuständig. Aber unabhängige Hilfe kommt von dem Opferfonds CURA."
Franz Zobel, Mitarbeiter bei ezra (Opferberatungsstelle in Thüringen)
"Der Opferfonds CURA setzt ein deutliches Signal: Uneingeschränkte Solidarität mit Betroffenen rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt."
183 Todesopfer rechter Gewalt seit 1990 - wir erinnern an...
Am 24. Mai 2001 wird der 27-jährige Axel Obernitz vor einem Freibad in Bad…
Bei einem Ausflug zu einem Stausee bei Hohenstein/Ernstthal (Sachsen) am 25.…
Vier Rechtsextremisten überfallen in der Nacht zum 25. Mai 2000 im Berliner…
In Deutschland wurden seit dem Wendejahr 1990 mindestens 183 Menschen Opfer rechtsextremer oder rassistischer Gewalt. Informationen über die Problematik der offiziellen Statistik und die komplette Liste der Todesfälle finden Sie hier.
Spendenkonto
Opferfonds CURA der Amadeu Antonio Stiftung
Deutsche Bank Bensheim
BLZ 509 700 04
Konto 030 331 331
IBAN: DE30509700040030331331
BIG: DEUTDESF509
Transparenz und Kontrolle