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An einem Vormittag trifft Gunnar S. vor einem Plattenbau in Frankfurt/Oder auf eine Gruppe rechtsextremer Skinheads.
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Hilfe für Spendenopfer

Schnelle Hilfe für Opfer rechter Gewalt

Menschen, die Opfer rechtsextremer Übergriffe geworden sind, brauchen schnelle und nachhaltige Unterstützung.

 

Opfer brauchen unsere Solidarität

Opfer rechter Gewalt leiden nicht allein unter den körperlichen Folgen des Angriffs. Auch die psychischen und sozialen Folgen sind gravierend. Das Trauma der Tat, die gesellschaftliche Gleichgültigkeit gegenüber den Tätern, das Gefühl eigener Machtlosigkeit und die Befürchtung, das Geschehene könnte sich wiederholen, lässt Betroffene in einen Kreislauf aus Angst, Scham, Ohnmacht und Isolierung geraten.

Diesen zu durchbrechen und die Opfer auf dem Weg zurück in die Gesellschaft und in ihr alltägliches Leben zu unterstützen, ist Ziel des Opferfonds CURA.

Mit Hilfe des Opferfonds CURA erfahren die Betroffenen die konkrete Unterstützung und Solidarität, die sie brauchen, um ihre persönliche Stabilität wieder herzustellen. CURA greift ein, wenn:

 

… Menschen willkürlich Opfer brutaler Gewalt werden

Ein 23-jähriger Familienvater aus Frankfurt (Oder) wird von einer Gruppe Rechtsextremer in eine Wohnung verschleppt. Die Täter foltern ihn auf barbarische Weise, vergewaltigen ihn sogar mit mehreren Gegenständen. Der 23-Jährige erleidet Knochenbrüche, Verbrennungen und einen Darmdurchbruch, bevor die Täter den blutüberströmten Mann seinem Schicksal überlassen. Nur durch eine Notoperation kann sein Leben gerettet werden.

Durch die Unterstützung des Opferfonds CURA konnte – in enger Kooperation mit der Opferperspektive Brandenburg – ein professioneller Rechtsbeistand und damit eine adäquate juristische Verfolgung der Tat gewährleistet werden.

 

… Neonazis die Lebensgrundlage zerstören

Im Berliner Stadtteil Köpenick überfallen drei polizeibekannte rechtsextreme Jugendliche einen vietnamesischen Imbissbesitzer. Sie traktieren ihn mit Holzlatten und zertrümmern dabei sein Gesicht. Er erleidet Knochenbrüche, Blutergüsse und ein schweres Trauma. Dass er durch die Verletzungen sein Geschäft nicht mehr selbst betreiben kann, gefährdet schnell seine Existenz.

Durch den Opferfonds CURA – vermittelt durch die Opferberatungsstelle ReachOut – konnte eine finanzielle Notlage während seiner Arbeitsunfähigkeit überbrückt und die Kosten für den Krankenversicherungsschutz übernommen werden.

 

… Zivilcourage zum Verhängnis wird

Rechtsextreme Skinheads nehmen auf dem jährlichen Hafenfest in Wittenberge (Brandenburg) zwei Jugendliche ins Visier, drohen ihnen und beschimpfen sie als „asoziales Pack“. Ein couragierter Besucher fordert die Skinheads auf, friedlich zu bleiben. Da richten die Täter ihre Aggressionen auf den „Störenfried“. Sie schlagen den Mann so schwer, dass er das Bewusstsein verliert und ins Krankenhaus eingeliefert werden muss. Nach dem Übergriff leidet das Opfer an Angstzuständen und traut sich nicht mehr aus dem Haus – der junge Mann befürchtet, erneut schutzlos einer Gewaltsituation ausgeliefert zu sein.

Der Opferfonds CURA ersetzte ihm sein beim Übergriff zerstörtes Handy. Die Sicherheit, im Notfall sofort Hilfe rufen zu können, ist ein wichtiger Schritt zur Bewältigung der Angst des Opfers.