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Als Muhammed S. mit einem Freund eine Diskothek in Jüterbog verlässt, werden sie von einer Gruppe Rechtsextremer als „Scheiß-Ausländer“ beschimpft.
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Hilfe für Spendenopfer

10/07/2008
SPENDENAUFRUF FÜR IMBISS IN SACHSEN:

Der Imbiss einer türkischstämmigen Familie wurde dieses Jahr bereits 4 Mal in kurzen Zeitabständen angegriffen. Die Glasscheiben wurden mehrmals eingeworfen, wobei mit Farbe gefüllte Kugeln und bombenähnliche Feuerwerkskörper eingesetzt wurden.

Ausländische Imbissbetreiber, ihre Gewerberäume und auch ihre Familienangehörige werden oft Opfer von rechtsextrem motivierten Angriffen. Dabei werden nicht nur wirtschaftliche Existenzen, sondern auch das Wohl- und Sicherheitsempfinden dieser Menschen beeinträchtigt. Im Vergleich zu Einheimischen können Menschen mit Migrationshintergrund nicht im gleichen Maße auf Ressourcen wie soziale Netzwerke und finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten zurückgreifen, um diese Situation zu bewältigen.

Ein ähnlicher Fall hat sich in einer Kleinstadt in Sachsen mehrmals ereignet. Der Imbiss einer türkischstämmigen Familie wurde dieses Jahr bereits 4 Mal in kurzen Zeitabständen angegriffen. Die Glasscheiben wurden mehrmals eingeworfen, wobei mit Farbe gefüllte Kugeln und bombenähnliche Feuerwerkskörper eingesetzt wurden.

Seitdem lebt diese Familie, zu der 5 Kinder gehören, in ständiger Angst. Der Imbiss befindet sich im Wohnhaus der Familie, welches vor kurzem mühsam renoviert wurde. Die Familienangehörigen können sich tagsüber kaum auf ihre Aufgaben konzentrieren. Dies ist zum einen auf ständig auftretende Schlafstörungen zurückzuführen, zum anderen auf das permanente Angstgefühl und Sorgen der Familienangehörigen um einander. Diese permanent präsente psychische Belastung geht mit dem Bestreben einher, alle Familienangehörige ständig um sich zu haben, wodurch die Bewegungsfreiheit dieser Menschen erheblich eingeschränkt wird.

Ein Wunsch dieser Familie ist das Anbringen von speziellen Jalousien, die künftige Angriffe abwehren können. Diese Maßnahme würde das subjektive Wohlbefinden der Familie deutlich steigern und die Anzahl der schlaflosen Nächte der Eltern reduzieren.

In diesem Sinne bitten wir um Spenden auf folgendes Konto:

 

Opferfonds Cura der Amadeu Antonio Stiftung

Deutsche Bank Bensheim

BLZ: 509 700 04

Konto: 030 331 331

Betreff: Imbiss Muldental


Im Namen der Betroffenen danken wir für Ihre Unterstützung!

RAA Sachsen e.V.
Opferberatung Leipzig
Härtelstr. 11
04107 Leipzig