

Ausländische Imbissbetreiber, ihre Gewerberäume und auch ihre
Familienangehörige werden oft Opfer von
rechtsextrem motivierten Angriffen. Dabei werden nicht nur wirtschaftliche
Existenzen, sondern auch das Wohl- und Sicherheitsempfinden dieser Menschen
beeinträchtigt. Im Vergleich zu Einheimischen können Menschen mit Migrationshintergrund nicht im
gleichen Maße auf Ressourcen wie soziale
Netzwerke und finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten zurückgreifen, um diese
Situation zu bewältigen.
Ein ähnlicher Fall hat sich in einer Kleinstadt
in Sachsen mehrmals ereignet. Der Imbiss einer türkischstämmigen Familie wurde
dieses Jahr bereits 4 Mal in kurzen Zeitabständen angegriffen. Die Glasscheiben
wurden mehrmals eingeworfen, wobei mit Farbe gefüllte Kugeln und bombenähnliche Feuerwerkskörper eingesetzt
wurden.
Seitdem lebt diese Familie, zu der 5 Kinder gehören, in
ständiger Angst. Der Imbiss befindet sich im Wohnhaus der Familie, welches vor kurzem mühsam
renoviert wurde. Die Familienangehörigen können sich tagsüber kaum auf ihre
Aufgaben konzentrieren. Dies ist zum einen auf ständig auftretende
Schlafstörungen zurückzuführen, zum anderen auf das permanente Angstgefühl und
Sorgen der Familienangehörigen um einander. Diese permanent präsente psychische
Belastung geht mit dem Bestreben einher, alle Familienangehörige ständig um
sich zu haben, wodurch die Bewegungsfreiheit dieser Menschen erheblich
eingeschränkt wird.
Ein Wunsch dieser Familie ist das Anbringen von speziellen Jalousien,
die künftige Angriffe abwehren können. Diese Maßnahme würde das subjektive
Wohlbefinden der Familie deutlich steigern und die Anzahl der schlaflosen
Nächte der Eltern reduzieren.
In diesem Sinne bitten wir um Spenden auf folgendes Konto:
Opferfonds Cura der
Amadeu Antonio Stiftung
Deutsche Bank
Bensheim
BLZ: 509 700 04
Konto: 030 331 331
Betreff: Imbiss Muldental
Im Namen der Betroffenen danken wir für Ihre Unterstützung!
RAA Sachsen e.V.
Opferberatung Leipzig
Härtelstr. 11
04107 Leipzig