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Als Muhammed S. mit einem Freund eine Diskothek in Jüterbog verlässt, werden sie von einer Gruppe Rechtsextremer als „Scheiß-Ausländer“ beschimpft.
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Hilfe für Spendenopfer

21/09/2009
PLAKATAKTION MACHT AUF OPFER RECHTER GEWALT AUFMER`KSAM

Das Nürnberger Bündnis Nazistopp versucht im Vorfeld der Bundestagswahl am 27. September 2009 mit einer Plakataktion auf Opfer rechter Gewalt aufmerksam zu machen.

 
Seit 1989 wurden in Deutschland 143 Menschen getötet. Die Plakate hängen in Nürnberg und Umgebung im öffentlichen Raum. Dem Bündnis geht es darum, die Anzahl von 143 Toten zu skandalisieren und bekannt zu machen. Das Bündnis benennt dafür zwei Gründe:

1. „Da die Opfer neonazistischer Gewalt meist zu den Schwächeren und Ausgegrenzten unserer Gesellschaft gehören, haben diese keine Lobby und werden im öffentlichen Diskurs entsprechend selten erwähnt.“

2. „Bundesregierung und Polizeiführungen haben nach wie vor eine eigene "Zählweise" und berechneten z.B. zwischen 1990 und 2008 "nur" 40 Tote durch rechtsradikale Gewalt. Aus unserer Sicht ist damit der Tatbestand der verharmlosung rechtsradikaler Gewalt erfüllt.“

Außerdem bietet das Bündnis Nazistopp das das Plakat von zum Download an und bittet darum, es zu verbreiten.

Die Liste der Todesopfer rechter Gewalt wird vom Opferfonds CURA der Amadeu Antonio Stiftung geführt. Der Opferfonds CURA unterstützt mit Hilfe von Spendengeldern Opfer rechter Gewalt schnell und unkompliziert. 


Sebastian Brux