Förderungen 2004

01) Juli 2004: Familie N. in Berlin
Im Frühjahr 2004 wird in Berlin dem vietnamesischstämmigen Imbissbetreiber Herrn N. bei einem Angriff von jugendlichen Neonazis das Gesicht mit einer Holzlatte zertrümmert und der Imbiss zerstört. Seit dem Überfall leidet Herr N. an starken Schmerzen, Schlaflosigkeit und Angstzuständen. Zudem ist die finanzielle Lage der Familie äußerst prekär, da der zerstörte Imbissbetrieb die Existenzgrundlage für die Familie darstellte und Herr N. während seines langen Krankenhausaufenthaltes nicht für seine Familie sorgen kann. Der Opferfonds CURA unterstützt Herrn N. und seine Familie bei der Anmietung eines neuen Imbisswagens.

02) November 2004: Herr A. in Frankfurt/Oder
Am 4. April 2004 wird der aus Sierra Leone stammende Asylbewerber Herr A. Opfer eines rassistischen Angriffs durch mehrere Männer in Frankfurt/Oder. Dabei erleidet er schwere Kopf- und Gesichtsverletzungen, weshalb er sich in einem Krankenhaus zehn Tage stationär behandeln lassen muss. Um das Opfer psychologisch zu stabilisieren und eine soziale Isolation zu verhindern, finanziert der Opferfonds CURA Herrn A. einen Deutschkurs an der Volkshochschule Frankfurt/Oder.

03) Dezember 2004: Herr S. in Frankfurt/Oder
Herr S. wird am 5. Juni 2004 in Frankfurt/Oder von fünf Personen aus der Neonazi-Szene entführt, stundenlang schwer misshandelt und gedemütigt. Das 23-jährige Opfer erleidet dabei schwerste Darmverletzungen, Rippenbrüche und Verbrennungen. Herr S. wird sein Leben lang an den Folgen zu leiden haben. Der schockierende Fall wird von einigen Zeitungen aufgegriffen, ohne aber allzu große Reaktionen auszulösen. Der Opferfonds CURA unterstützt Herrn S. bei der Finanzierung seines juristischen Beistands.

04) Dezember 2004: Herr W. in Wittenberge
Im August 2004 sitzt Herr W. gemeinsam mit zwei anderen Punks in der Innenstadt von Wittenberge und unterhält sich mit ihnen. Plötzlich kommen zwei junge Männer aus der rechten Szene auf sie zu und beschimpfen sie. Herr W. wird anschließend brutal zusammengeschlagen. Dabei wird auch Herr W.s Handy zerstört. Um den Angstzuständen, die das Opfer seit dem Angriff immer wieder heimsuchen, entgegenzuwirken, finanziert der Opferfonds CURA Herrn W. ein neues Kartenhandy, damit er im Falle eines neuerlichen Übergriffs schnell und einfach Hilfe holen kann.

 
 
 
 

Todesopfer rechter Gewalt seit 1990 - wir erinnern an...

Todesopfer rechter Gewalt seit 1990

In Deutschland wurden seit dem Wendejahr 1990 mindestens 179 Menschen Opfer rechtsextremer oder rassistischer Gewalt. Informationen über die Problematik der offiziellen Statistik und die komplette Liste der Todesfälle finden Sie hier.

 

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Spendenkonto

Opferfonds CURA der Amadeu Antonio Stiftung
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