01) Familie N. in Berlin
Dem vietnamesischstämmigen Imbissbetreiber Herrn N. wird in Berlin bei einem Angriff von jugendlichen Neonazis das Gesicht mit einer Holzlatte zertrümmert und der Imbiss zerstört. Seit dem Überfall leidet Herr N. an starken Schmerzen, Schlaflosigkeit und Angstzuständen. Zudem ist die finanzielle Lage der Familie äußerst prekär, da der zerstörte Imbissbetrieb die Existenzgrundlage für die Familie darstellte und Herr N. während seines langen Krankenhausaufenthaltes nicht für seine Familie sorgen kann. Der Opferfonds CURA unterstützt Herrn N. und seine Familie bei der Anmietung eines neuen Imbisswagens.

02) Herr W. in Brandenburg

Als Herr W. gemeinsam mit zwei anderen Punks in einer Stadt in Brandenburg sitzt und sich mit ihnen unterhält kommen plötzliche zwei junge Männer aus der rechten Szene auf sie zu und beschimpfen sie. Herr W. wird anschließend brutal zusammengeschlagen. Dabei wird auch Herr W.s Handy zerstört. Um den Angstzuständen, die das Opfer seit dem Angriff immer wieder heimsuchen, entgegenzuwirken, finanziert der Opferfonds CURA Herrn W. ein neues Kartenhandy, damit er im Falle eines neuerlichen Übergriffs schnell und einfach Hilfe holen kann.

03) Herr B. in Sachsen
Herr B., ein aus Marokko stammender Student der TU Dresden, wirdOpfer eines gewalttätigen Übergriffs, als er einem senegalesischen Freund zu Hilfe eilt, nachdem dieser von fünf Männern bedrängt und rassistisch beschimpft wurde. Er wird durch Faustschläge im Gesicht verletzt, was dazu führt, dass er für einige Zeit arbeitsunfähig ist. Auch die psychischen Folgen wie Schlafstörungen und Angstzustände verhindern eine Rückkehr zur Normalität. Da er selbst für  Lebenshaltung und Studium aufkommen muss, gerät er aufgrund seiner temporären Arbeitsunfähigkeit in finanzielle Nöte. Herr B. erhält vom Opferfonds CURA eine finanzielle Soforthilfe zur Überwindung seiner Notlage.

04)
Familie N. in Thüringen
1980 zog Herr N. als Vertragsarbeiter aus Mosambik in die DDR. Seitdem lebt er in Thüringen. Er wird vor seiner Wohnung von drei rechtsextremen Jugendlichen mit einer Eisenstange und einer Bierflasche brutal zusammengeschlagen. Herr N. erleidet dabei Platz- und Schürfwunden sowie Rippenbrüche, eine Kieferfraktur und schwere Schädigungen an den Zähnen. Zu den gravierenden körperlichen Verletzungen kommen schwerste psychische Belastungen infolge des Angriffs in seinem engsten Lebensumfeld. Da er aufgrund der körperlichen und seelischen Folgen seinen Arbeitsplatz verliert, entstehen aus dieser Situation auch massive finanzielle Probleme für Herrn N. und seine Familie. Der Opferfonds CURA unterstützt Familie N. in der finanziellen Notlage.

05) Herr E. in Brandenburg
Herr E., ein Asylbewerber aus Kamerun, wird auf seinem Heimweg von vier bis fünf männlichen Jugendlichen angepöbelt und bedroht. Er versucht von einer nahegelegenen Telefonzelle die Polizei zu verständigen. Doch die Jugendlichen folgen ihm, reißen die Tür der Telefonzelle auf, schlagen ihm ins Gesicht und schreien ihn an: „Neger, pass auf, was du hier machst oder du bist tot!“ Herr E. kann schließlich entkommen. Da es sich in der Vergangenheit bewährt hat, Asylbewerbern, die Opfer rassistischer Übergriffe wurden, einen Deutschkurs zu finanzieren, um ihnen die Aufnahme von sozialen Kontakten zu vereinfachen und sie psychosozial zu stabilisieren, übernimmt der Opferfonds CURA auch in diesem Fall die Kosten eines solchen Kurses.

 
 
 
 

Todesopfer rechter Gewalt seit 1990 - wir erinnern an...

Todesopfer rechter Gewalt seit 1990

In Deutschland wurden seit dem Wendejahr 1990 mindestens 193 Menschen Opfer rechtsextremer oder rassistischer Gewalt. Informationen über die Problematik der offiziellen Statistik und die komplette Liste der Todesfälle finden Sie hier.

 

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Opferfonds CURA der Amadeu Antonio Stiftung
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