Foto: Goldeimer

 

Aus Wahlkampfhetze wird Klopapier – 5040,50€ für den Opferfonds CURA


Rechtspopulistische und rechtsextreme Hetze schadet der demokratischen Kultur, besonders in Zeiten des Wahlkampfs. Wie man damit ironisch umgeht und dazu noch etwas Gutes tun kann, zeigt das Hamburger Projekt Goldeimer.

Es sind Parolen wie „Maria statt Scharia“ oder „‘Neue Deutsche?‘ Machen wir selber.“, die das rassistische Weltbild rechtspopulistischer und rechtsextremer Parteien in Wahlkampfzeiten auf den Punkt bringen. Auch wenn viel dieses Wahlkampfmaterials von den Händen der Fußgänger_innen direkt in der Tonne landet, versuchen diese Parteien den öffentlichen Diskurs mit Hetze zu beeinflussen. Um wenigstens etwas Nützliches aus dem Papierberg zu gewinnen, hat sich das Projekt Goldeimer aus Hamburg etwas lustiges einfallen lassen: Unter dem Motto „Scheißpapier – Hass ist für’n Arsch“ sammelte dieses sowie zahlreiche Unterstützer_innen gedrucktes Wahlkampfmaterial rechtsextremer und rechtspopulistischer Parteien, um dieses anschließend zu Toilettenpapier zu verarbeiten. Den Erlös von 5040,50€ spendete Goldeimer anschließend an den Opferfonds CURA der Amadeu Antonio Stiftung. Mit ihrer Idee, ein menschliches Grundbedürfnis ironisch für den guten Zweck einzusetzen, stößt das Projekt auf große Zustimmung: Die Hamburger_innen stellen nicht nur Komposttoiletten auf Festivals, sondern auch gleich das Recycling-Toilettenpapier zur Verfügung. Die Gewinne fließen dabei in Projekte, die weltweit Menschen einen Zugang zu sanitären Anlagen ermöglichen sollen.

Auf diesem Wege möchten wir uns herzlich bei Goldeimer sowie bei deren hunderten Unterstützer_innen bedanken, deren Spende dem Opferfonds CURA die Arbeit erst möglich macht!

 
 
 
 

Todesopfer rechter Gewalt seit 1990 - wir erinnern an...

Todesopfer rechter Gewalt seit 1990

In Deutschland wurden seit dem Wendejahr 1990 mindestens 193 Menschen Opfer rechtsextremer oder rassistischer Gewalt. Informationen über die Problematik der offiziellen Statistik und die komplette Liste der Todesfälle finden Sie hier.

 

Todesopfer rechter Gewalt seit 1990 auf einer größeren Karte anzeigen
 

Spendenkonto

Opferfonds CURA der Amadeu Antonio Stiftung
GLS Bank Bochum
IBAN: DE75 4306 0967 6005 0000 02
BIC: GENODEM1GLS

 

Ein Projekt der

 
 

Transparenz und Kontrolle

 

Die Amadeu Antonio Stiftung nimmt teil an der 'Initiative Transparente Zivilgesellschaft'.