Wenn Du nach einem rassistischen Angriff um Dein Recht kämpfen willst, hilft der Opferfonds CURA. © Kitty Kahane

 

Rechte Gewalt ist mehr als ein Augenblick

Viele Betroffene rechter Gewalt erleben nach einem Angriff ein Gefühl der Ohnmacht. Der Opferfonds CURA bietet finanzielle Hilfe, damit die Opfer zurück in den Alltag finden.

Von Mick Prinz

In Hamburg wird ein pakistanischer Flüchtling Opfer eines brutalen Angriffs. Die Täter attackieren ihn auf offener Straße und verletzen ihn so schwer, dass er mit stark blutenden Kopfverletzungen ins Krankenhaus eingeliefert werden muss. Die Angreifer können unbekannt fliehen. Aufgrund seines ungewissen Aufenthaltsstatus fehlen ihm die finanziellen Mittel, um die zerbrochene Brille zu ersetzen. Der Opferfonds CURA half hier unbürokratisch, indem sich der Mann eine neue Brille kaufen konnte.

Doch nicht nur Geflüchtete sind Anfeindungen bis hin zur Gewalt tagtäglich ausgesetzt. Auch Menschen, die sich couragiert gegen Rechts stellen, werden zur Zielscheibe von Neonazis. 2015 war mit 13.846 Straftaten und 921 Gewalttaten das Jahr mit der höchsten Anzahl rechtsextremer Delikte seit der Erfassung von Straftaten der Kategorie PMK (politisch motivierte Kriminalität) rechts. Allein die Zahl körperlicher Übergriffe hat sich gegenüber 2014 mehr als verdreifacht. Dies Zahlen machen es deutlich: Rechte Gewalt gehört längst zum gesellschaftlichen Alltag.

Dass die Betroffenen rechtsmotivierter Gewalt nicht allein gelassen werden, zeigt der eingangs beschriebene Fall. Ob bei der Übernahme der Kosten für Sachschäden, Anwaltskosten oder Therapiestunden – der Opferfonds CURA unterstützt Betroffene rechtsextremer, rassistischer oder antisemitischer Gewalt schnell und unbürokratisch. Wie im Fall einer aus Afghanistan geflüchteten Frau: Nachdem die Frau Opfer eines Neonazi-Angriffs wurde, verhinderten psychosoziale Angststörungen die weitere Teilnahme an dem bereits besuchten Integrationskurs. Der Opferfonds finanzierte die benötigte Nachhilfekraft und ermöglichte die Traumatherapie der Geschädigten.

In einem anderen Fall sammelten der Rote Stern Leipzig und der Opferfonds CURA über 45.000 Euro für Ladenbesitzer, die von rechten Angriffen betroffen waren. Am 11. Januar hatten über 200 Neonazis im linksalternativen Leipziger Stadtteil Connewitz randaliert. Fensterscheiben zahlreicher Lokalitäten gingen zu Bruch und dutzende Autos wurden beschädigt. Neben der finanziellen Unterstützung entlaste die Spendenbereitschaft auch die Seele, so die Inhaberin eines Leipziger Geschäftes nach dem Angriff.

Wenn über menschenverachtende und rassistische Gewalt berichtet wird, stehen häufig die Täter im Mittelpunkt. CURA sorgt in Kooperation mit lokalen Beratungsstellen dafür, dass es die Betroffenen sind, die nicht in Vergessenheit geraten. Um Betroffene rechter Gewalt auch zukünftig unterstützen zu können, brauchen wir ihre Hilfe – Spenden Sie jetzt!


Opferfonds CURA der Amadeu Antonio Stiftung
IBAN: DE75 4306 0967 6005 0000 02
BIC: GENODEM1GLS 
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Todesopfer rechter Gewalt seit 1990 - wir erinnern an...

Todesopfer rechter Gewalt seit 1990

In Deutschland wurden seit dem Wendejahr 1990 mindestens 193 Menschen Opfer rechtsextremer oder rassistischer Gewalt. Informationen über die Problematik der offiziellen Statistik und die komplette Liste der Todesfälle finden Sie hier.

 

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