01.08.1996, Andreas Götz

Brandenburg

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DIE ZEIT

Am 1. August 1996 wird der 34-jährige Andreas Götz in Eisenhüttenstadt (Brandenburg) von sechs Jugendlichen zu Tode getreten. Die Täter im Alter von 17 bis 21 Jahren, darunter zwei Frauen, haben ihn zufällig als Opfer ausgesucht. Unter massiver Gewaltanwendung – Schläge, Tritte und ein Sprung auf den Kopf des 34-jährigen – erpressen sie 90 Mark und eine EC-Karte mit Geheimnummer. Andreas Götz stirbt an seinen schweren Verletzungen. Er hinterlässt eine 11-jährige Tochter. Das Landgericht Frankfurt (Oder) verurteilt den 18-jährigen Haupttäter Rico B. im April 1998 in zweiter Instanz wegen erpresserischen Menschenraubs und räuberischer Erpressung mit Todesfolge zu siebeneinhalb Jahren Jugendhaft. Die Tötung an Andres Götz wird vom Gericht als eine "Spontantat" bewertet. Das Gericht attestiert dem Haupttäter eine "gewaltbereite Grundeinstellung", da Rico B. unter anderem auch in der Untersuchungshaft einen Mitgefangenen geschlagen hat. Die Mittäter erhalten Jugendhaftstrafen zwischen drei und vier Jahren. Zudem wird bekannt, dass zwei der Täter bereits wegen rechtsextremer Propagandadelikte gerichtsbekannt waren.

 
 
 

Todesopfer rechter Gewalt seit 1990 - wir erinnern an...

Todesopfer rechter Gewalt seit 1990

In Deutschland wurden seit dem Wendejahr 1990 mindestens 178 Menschen Opfer rechtsextremer oder rassistischer Gewalt. Informationen über die Problematik der offiziellen Statistik und die komplette Liste der Todesfälle finden Sie hier.

 

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