29.08.1992, Günter Schwannecke

Berlin

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Berliner Senatsverwaltung für Inneres (PDF-Dokument, 116.1 KB)

Der 58-jährige Obdachlose Günter Schwannecke wird am 29. August 1992 nachts auf einer Parkbank in Berlin-Charlottenburg von einem Ku-Klux-Klan-Anhänger zusammengeschlagen. Der 22-jährige Skinhead hatte mit einem Freund zuvor Ausländer bedroht und dann nach einem kurzen Wortwechsel mit seinem Baseballschläger auf den betrunkenen Schwannecke und einen weiteren Obdachlosen eingeschlagen. Der Täter wollte laut Berliner Landgericht "seine Aggressionen abreagieren". Günter Schwannecke stirbt am 5.September 1992 an einem Schädelbruch. Am 23.Februar 1993 verurteilt das Landgericht Berlin Norman Z. wegen Körperverletzung mit Todesfolge zu sechs Jahren Haft. Da es dem Täter "ausschließlich um die Lust an Gewaltanwendung" gegangen sei, ekannte das Gericht "zu keinem Zeitpunkt ein politisches Motiv". Obwohl der Täter bereits vor seiner Tat versuchte, "mehrere ausländische Bürger zu einer Schlägerei zu provozieren", wie der Berliner Innensenator Frank Henkel auf eine Kleine Anfrage der Abgeordneten Marion Seelig (DIE LINKE) antwortet.

 
 
 

183 Todesopfer rechter Gewalt seit 1990 - wir erinnern an...

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