31.01.1997, Phan Van Toau

Brandenburg

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Berliner Zeitung

Der Vietnamese Phan Van Toau wird am 31. Januar 1997 am Bahnhof von Fredersdorf (Brandenburg) von Uwe Z. und Olaf S. massiv geschlagen. Als Phan Van Toau bereits am Boden liegt, schleudert Olaf S. den Kopf des Bewusstlosen mehrfach mit voller Wucht auf den harten Beton. Die Angreifer brechen Phan Van Toau mehrere Halswirbel. Lebensgefählich verletzt bleibt der Mann auf dem Pflaster bewusstlos liegen. Phan Van Toau überlebt zunächst. Er kommt in eine Rehabilitationsklinik, da er nach dem Angriff querschnittsgelähmt ist. Drei Monate nach der Attacke durch die zwei Deutschen stirbt der 42-jährige jedoch in der Klinik an einem akuten Herz-Kreislauf-Stillstand. Die Obduktion ergibt eindeutig, dass der Tod Folge der schweren Misshandlungen Phan Van Toaus ist. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) klagt den 30 Jahre alten Täter Olaf S. wegen Mordes an und bescheinigt ihm "Ausländerhass" als Motiv. Im Prozess am Landgericht Frankfurt (Oder) äußert der Schläger auch rassistische Parolen wie "Fidschis raus aus Deutschland". Dennoch ist die Tat nach Ansicht der 5.Strafkammer "nicht von Ausländerfeindlichkeit getragen". Der Angeklagte wird wegen Totschlags zu neuneinhalb Jahren Haft verurteilt, sein Komplize Uwe Z. erhält ein Jahr auf Bewährung wegen gefährlicher Körperverletzung.

 
 
 

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