10.07.2003, Gerhard Fischhöder

Niedersachsen

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DIE ZEIT

Gerhard Fischhöder wird in der Nacht zum 10. Juli 2003 in einer Obdachlosenunterkunft in Scharnebeck bei Lüneburg (Niedersachsen) zu Tode getreten. Der 38-jährige Täter hatte vorher mit dem Opfer stundenlang getrunken. Weil er von Gerhard Fischhöder als "arbeitsscheu" bezeichnet wird, rastet der 38-jährige Mann plötzlich aus. Er tritt unzählige Male auf den 49-Jährigen ein, bis dieser stirbt. Insgesamt 18 Rippen wurden dem Opfer gebrochen, die unter anderem auch dessen Lunge durchstießen. Bereits vor der Tat pöbelten Neonazis vor dem Obdachlosenheim. Laut Anwohner gehörte der Täter zu dieser Gruppe. Die rechtsextreme Gruppe wurde auch schon gewalttätig gegenüber den Obdachlosen und fiel mit dem Zeigen des Hitlergrußes auf. Im Dezember 2003 wird der 38-Jährige wegen Körperverletzung mit Todesfolge zu vier Jahren Haft verurteilt. Die milde Strafe begründet das Gericht damit, dass sich der Täter durch die Bezeichnung als arbeitsscheu "subjektiv gekränkt" gefühlt hätte.

 
 
 

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