04.07.1998, Nuno Lourenco (staatlich anerkannt)

Sachsen

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DIE ZEIT

Am 4. Juli 1998 wird der portugiesische Zimmermann Nuno Lourenco in Leipzig/Markkleeberg (Sachsen) von einer Gruppe junger Neonazis verprügelt. Nachdem das deutsche Fußballteam bei der Weltmeisterschaft der Männer gegen die Auswahl aus Kroatien verloren hat, ziehen acht junge Männer zwischen 15 und 20 Jahren los, um ihren Frust an "Ausländern" abzulassen. Als sie auf Nuno Lourenco treffen, tritt einer der Gruppe mehrmals mit Stahlkappenschuhen gegen dessen Kopf. Am 29. Dezember stirbt der Zimmermann in Portugal an den Spätfolgen seiner Verletzungen. Das Landgericht Leipzig wertet die Tat im September 1999 als Körperverletzung mit Todesfolge. Der Haupttäter wird zu vier Jahren Gefängnis verurteilt, die Mitangeklagten bekommen Bewährungsstrafen.

 
 
 

Todesopfer rechter Gewalt seit 1990 - wir erinnern an...

Todesopfer rechter Gewalt seit 1990

In Deutschland wurden seit dem Wendejahr 1990 mindestens 178 Menschen Opfer rechtsextremer oder rassistischer Gewalt. Informationen über die Problematik der offiziellen Statistik und die komplette Liste der Todesfälle finden Sie hier.

 

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