31.03.1991, Jorge João Gomondai (staatlich anerkannt)

Am 31. März 1991 starb der 28-jährige Jorge João Gomondai aus Mosambik in Dresden (Sachsen) während einer Auseinandersetzung mit rechten Skinheads. Vor Gericht konnte nicht abschließend geklärt werden, ob der Schlachthofarbeiter von Skinheads aus der fahrenden Straßenbahn gestoßen wurde oder aus Angst vor den Aggressoren aus der Tür sprang. Jorge João Gomondai starb an seinen schweren Kopfverletzungen. Das Landgericht Dresden verurteilt einen der Beteiligten am 29. Oktober 1993 wegen fahrlässiger Tötung zu einer Freiheitsstrafe von zweieinhalb Jahren ohne Bewährung. Zwei andere Angeklagte erhalten Bewährungsstrafen von eineinhalb Jahren. Der Ausländerrat Dresden e.V. bemüht sich seitdem zusammen mit verschiedenen Kooperationspartnern um ein würdiges Gedenken an Jorge João Gomondai. Am 30. März 2007 wurde im Beisein der Mutter und eines Bruders von Jorge Gomondai, sowie des mosambikanischen Botschafters, der Platz in unmittelbarer Nähe des Tatortes in Jorge-Gomondai-Platz umbenannt.

 
 
 

Todesopfer rechter Gewalt seit 1990 - wir erinnern an...

Todesopfer rechter Gewalt seit 1990

In Deutschland wurden seit dem Wendejahr 1990 mindestens 178 Menschen Opfer rechtsextremer oder rassistischer Gewalt. Informationen über die Problematik der offiziellen Statistik und die komplette Liste der Todesfälle finden Sie hier.

 

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