15.05.2002, Klaus Dieter Lehmann

Mecklenburg-Vorpommern

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taz

Am 15. Mai 2002 wird der Behinderte Klaus Dieter Lehmann in Neubrandenburg (Mecklenburg-Vorpommern) von zwei Neonazis gequält. Lehmann stirbt an den Folgen gezielter Stiefeltritte ins Gesicht. "Es sah so aus, als wäre mit dem Kopf Fußball gespielt worden", sagt die Staatsanwaltschaft. Das Landgericht Neubrandenburg verurteilt einen Täter wegen Körperverletzung mit Todesfolge zu sechs Jahren und neun Monaten. Der zweite Neonazi, der auch einen Jugendlichen mit einem Schuss aus einer Schreckschusspistole verletzt hat, erhält wegen gefährlicher Körperverletzung dreieinhalb Jahre. Trotz der rechtsextremen Gesinnung, sieht das Gericht als Motiv nicht Hass auf Behinderte, da das Opfer "normal" gewirkt habe.

 
 
 

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