26.11.2005, Tim Maier

Baden-Württemberg

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DIE ZEIT

Am 26. November 2005wird Tim Maier in Bad Buchau (Baden-Württemberg) von einem 24-jährigen Neonazi erstochen. Als er mit vier Freunden, von denen einer Türke ist, ein Lokal verlässt, wird die Gruppe von dem ehemaligen NPD-Mitglied Achim M. und einem weiteren Rechtsextremisten verfolgt und als "Scheiß Ausländer" beschimpft. Daraufhin kommt es zu einer Rangelei, bei der Achim M. dem 20-Jährigen ein Messer in den Bauch stößt. Bei der polizeilichen Durchsuchung der Wohnung von Achim M. finden sich Hakenkreuzfahnen, Landser-Hefte und eine Pistole. Das Gericht stellte 2006 im Urteil fest, dass der rechtsextreme Hintergrund der Tat nicht geleugnet werden könne und dass in den Parolen sich "dumpfe Ausländerfeindlichkeit" ausgedrückt habe. Achim M. wird wegen Totschlages zu zehn Jahren Haft verurteilt.

Trotz dieses Urteils taucht Tim Maier bis heute nicht in der offiziellen Statistik der Todesopfer rechter Gewalt auf.

 
 
 

Todesopfer rechter Gewalt seit 1990 - wir erinnern an...

Todesopfer rechter Gewalt seit 1990

In Deutschland wurden seit dem Wendejahr 1990 mindestens 193 Menschen Opfer rechtsextremer oder rassistischer Gewalt. Informationen über die Problematik der offiziellen Statistik und die komplette Liste der Todesfälle finden Sie hier.

 

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