31.10.2012, Andrea B.

Niedersachsen

Mehr:
Kreiszeitung

Am 31.10.2012 wurde der zerstückelte Leichnam der 44-jährigen Andrea B. aus dem Maschsee in Hannover (Niedersachsen) geborgen. Der Täter – der damals 25-jährige Alexander K. aus Minden – hatte das Opfer in seine Wohnung gelockt und erstochen. Nach Aussage der Ex-Freundin des Täters hatte Andrea B. sich über die rechtsextreme Gesinnung von Alexander K. lustig gemacht, woraufhin dieser ausgerastet sei und mit einer Machete auf sein Opfer eingestochen habe. Andreas K. hatte unter dem Pseudonym Sash JM rechtsradikale Rapmusik und gewaltverherrlichende Gedichte veröffentlicht. Im Internet präsentierte er u.a. Anders Breivik als seinen “Star für Oslo” und coverte Songs des NPD-Bundespräsidentschafts-Kandidaten und rechten Liedermacher Frank Rennicke. Darüber hinaus war er Betreiber Internetseite rechtsrap.de und machte Werbung für rechte Vereine. Nach Ansicht der Richter sei der Täter aufgrund einer Persönlichkeitsstörung und seiner Drogen- und Alkoholabhängigkeit nur vermindert schuldfähig. Alexander K. wurde zu 12 Jahren Haft verurteilt.
Da bislang nicht eindeutig geklärt werden konnte, ob dem Mord ein rassistisches Tatmotiv zugrunde liegt, wird dieser Fall als Verdachtsfall gelistet.

Weitere Quellen: 
http://rap.de/news/c40-news/11965-rapper-als-tatverdaechtiger-in-mordfall/
http://www.kreiszeitung.de/lokales/niedersachsen/maschseemoerder-macht-g...
http://www.focus.de/panorama/welt/richter-aus-mordlust-getoetet-maschsee...

 
 
 

Todesopfer rechter Gewalt seit 1990 - wir erinnern an...

Todesopfer rechter Gewalt seit 1990

In Deutschland wurden seit dem Wendejahr 1990 mindestens 193 Menschen Opfer rechtsextremer oder rassistischer Gewalt. Informationen über die Problematik der offiziellen Statistik und die komplette Liste der Todesfälle finden Sie hier.

 

Todesopfer rechter Gewalt seit 1990 auf einer größeren Karte anzeigen
 

Spendenkonto

Opferfonds CURA der Amadeu Antonio Stiftung
GLS Bank Bochum
IBAN: DE75 4306 0967 6005 0000 02
BIC: GENODEM1GLS

 

Ein Projekt der

 
 

Transparenz und Kontrolle

 

Die Amadeu Antonio Stiftung nimmt teil an der 'Initiative Transparente Zivilgesellschaft'.