Gedenken an Amadeu Antonio; © dpa
Seit 1990 wurden in Deutschland 183 Menschen Opfer rechtsextremer oder rassistischer Gewalt gezählt. Die rassistische Mordserie von 2000 bis 2007 zeigt einen würdelosen Umgang der staatlichen Behörden mit rechtsextremer Gewalt.
Seit dem Wendejahr 1990 bis Ende 2012 sind nach Recherchen der MUT-Redaktion und des Opferfonds CURA der Amadeu Antonio Stiftung 183 Menschen durch die Folgen menschenfeindlicher Gewalt ums Leben gekommen. Oft waren die Täterinnen und Täter in rechtsextremen Gruppen organisiert und sind mit ihrer Tat einer rassistischen, homophoben und/oder obdachlosenfeindlichen Gesinnung gefolgt. Oft genug hatten sie aber auch keinen offensichtlichen rechtsextremen Hintergrund, sondern handelten auf Grundlage eines diffusen rechten Weltbilds. Aufnahme in diese Liste fanden alle Mordfälle, die nach gründlicher Sichtung der Quellen aus rechtsextremen und rassistischen Motiven erfolgten oder wenn plausible Anhaltspunkte für diese Annahme bestehen. Dazu kommen solche, in denen Täterinnen und Täter nachweislich einem entsprechend eingestellten Milieu zuzurechnen sind und ein anderes Tatmotiv nicht erkennbar ist.
Keine Anerkennung weiterer Todesopfer durch die Bundesregierung. Festhalten am PMK-Modell
Seit Jahren monieren zivilgesellschaftliche Personengruppen aus Medien, Opferberatungsgruppen und auch Fraktionen im Bundestag, dass die von der Bundesregierung geführte Statistik zu Todesopfern rechter Gewalt nicht die tatsächliche Dimension der Gewalt rechtsextremer und rassistischer Tötungsdelikte widerspiegelt. Die Kritik an der offiziellen Statistik ist begründet, die Bundesregierung verweist jedoch stets nur auf das umstrittene polizeiliche Erfassungssystem „Politisch motivierte Kriminalität“ (PMK). Nach Ansicht seiner Kritiker und Kritikerinnen, die vereinzelt auch aus den Reihen öffentlicher Behörden kommen, weist das rückwirkend zum Januar 2001 eingeführte Erfassungssystem PMK-Rechts Mängel in der Definition und in der Praxis auf.
Zunächst scheint die Festlegung der Kategorien „Rasse“ und „Volkszugehörigkeit“ nicht mit einer weitergehenden fortschrittlichen Antidiskriminierungspolitik vereinbar. Weiterhin liegt es in der Hand von einzelnen Polizistinnen und Polizisten, die am Anfang die Tat wertneutral einordnen müssen. Ihre subjektive Wahrnehmung und Einordnung spielt jedoch im Umgang mit der Tat eine entscheidende Rolle. Die Erfahrung der letzten Jahre zeigt, dass gerade der oder die Einzelne eben nicht frei von Vorurteilen ist. Allzu oft werden tödlich endende Gewaltdelikte heruntergespielt oder auch ohne vorurteilsbehaftete Absichten falsch zugeordnet.
Eine Abhilfe würde es geben, wenn nicht an erster Stelle bloß staatliche Behörden die Definitionsmacht hätten, sondern die Opfer bzw. die Angehörigen des (verstorbenen) Opfers selbst entscheiden würden, ob sie Opfer rechtsextremer oder rassistischer Gewalt geworden sind. Für die hohe Zahl an Todesopfern in der Bundesrepublik Deutschland sind, wie die Recherchen zu der aktuellen Todesopferliste gezeigt haben, nicht nur der sich bekennende augenscheinliche Neonazi, den die Behörden meistens fähig sind, in das rechte Spektrum einzuordnen, verantwortlich. Nein, vielmehr rührt ein Großteil der Gewalt auch von Bürgerinnen und Bürgern her, die zwar rassistische Vorstellungen haben, nicht aber dem rechtsextremen Spektrum zugeschrieben werden. Hier greift dann auch das Erfassungssystem PMK kaum, auf das sich die Bundesregierung beruft und an ihrer „Statistik zu Todesopfern rechter Gewalt“ festhält.
Bundesregierung sieht keinen Handlungsbedarf
Auch nach der Selbstenttarnung des NSU sieht die Bundesregierung keinen Handlungsbedarf, die 2001 eingeführten Erfassungskriterien zu präzisieren beziehungsweise mindestens um die Opferperspektive zu erweitern. So haben sich zwar einige Länder nach Enttarnung der rassistischen Mordserie durch die Zwickauer Terrorzelle dazu durchgerungen, die bisher nicht-anerkannten Tötungsdelikte noch einmal zu prüfen. Trotzdem bleibt die Differenz zwischen der offiziellen Statistik und Zählungen unabhängiger Stellen weiter sehr hoch: Die Bundesregierung erkennt 63 Todesopfer rechter Gewalt offiziell an, während die Amadeu Antonio Stiftung mindestens 183 Todesopfer zählt - und eine noch höhrer Dunkelziffer ist zu befürchten.
120 Todesopfer werden nicht anerkannt
Ausgehend von 183 Todesopfern ergibt sich demnach eine Differenz von 120 Todesopfern. 120 Opfer also, die von der offiziellen Regierung nicht anerkannt werden. „Noch immer gibt es eine erhebliche Diskrepanz zwischen den Zahlen der Behörden und denen der Amadeu Antonio Stiftung. Dabei ist der Umgang mit Rechtsextremismus seitens der Behörden unprofessionell und der Umgang mit den Opferzahlen würdelos“, sagt Anetta Kahane, Vorsitzende der Amadeu Antonio Stiftung. Auch die Morde, die von der terroristischen Neonazivereinigung „Nationalsozialistischer Untergrund“ verübt wurden, wurden zu lange als „Döner-Morde“ bagatellisiert. Doch „hier wurden keine Döner ermordet“, sagt Sönke Rix, Sprecher der SPD-AG Strategien gegen Rechtsextremismus. „Rechtsextreme haben 10 Menschen allein aus rassistischen und menschenverachtenden Motiven ermordet. Die Opfer, die sich nichts zu Schulden haben kommen lassen, hinterlassen Familien und Angehörige. Der Begriff ‚Döner-Morde‘ wertet die Opfer und die Angehörigen ab“, so Rix weiter.
Die Verstrickung des Verfassungsschutzes wiederum zeigt die Dimension staatlichen Ignoranz und Versagens. „Die Verfassungsschützer müssen nun offenlegen, warum hinter ihrem Rücken dies möglich war, obwohl sie offensiv die Szene überwachen“, fordert Volker Beck, Menschenrechtspolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Durch ihre Blockadehaltung zur Anerkennung von Todesopfern trägt die Bundesregierung nicht zu einer konstruktiven Auseinandersetzung mit rechtsextremer und rassistischer Gewalt bei.
Was sagen die Angehörigen der Opfer der „Nationalsozialistischer Untergrund“? Die meisten Opfer kommen aus der Türkei, dem Land mit dem man dieses Jahr das 50-jährige Anwerbeabkommen feierte. Die ehemaligen Gastarbeiterinnen und Gastarbeiter sowie ihre Kinder sind angekommen in Deutschland, doch noch immer wütet rechtsextreme und rassistische Gewalt und fordert ihre Opfer.
Aktuell – aber nicht vollständig
Die Recherchen für diese Liste stützen sich u.a. auf die Opfer-Chroniken der „Frankfurter Rundschau“ und des „Tagesspiegels“, auf die Nachforschungen des Zentrums Demokratische Kultur (ZDK) und des Internetportals „Netz gegen Nazis“ sowie auf die Wanderausstellung „Opfer rechter Gewalt seit 1990 in Deutschland“ der Künstlerin Rebecca Forner und des Vereins Opferperspektive. Eine Vielzahl der hier verwendeten Texte ist der Ausstellung entnommen, die die Opferperspektive in diesem Jahr erneut vorstellte. Da der rechtsextreme und rassistische Gehalt vieler Gewalttaten sich in einigen Fällen erst sehr viel später erschließt, wurden nach gründlicher Recherche einige zurückliegende Fälle in die Liste mit aufgenommen. Auch den Leserinnen und Lesern der MUT und Opferfonds CURA-Website ist es zu verdanken, dass einige Fehler berichtigt und neue Fälle hinzugefügt werden konnten. Die Liste umfasst damit alle uns derzeit bekannten Todesopfer rechtsextremer, rassistischer und menschenfeindlicher Gewalt, denen wir mit der Nennung ihres Namens (soweit möglich) ein Stück Gerechtigkeit wiederfahren lassen wollen. Auch wenn diese Liste damit Aktualität beanspruchen kann, ist nicht zu vergessen, dass sie keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Gerade die intensive Beschäftigung mit den verschiedenen Chroniken, die zum Teil unterschiedliche Opfer nennen, und die Entdeckung weiterer Todesfälle zeigen, dass eine hohe Dunkelziffer zu befürchten ist.
Aslan Erkol und Nora Winter
Einen Überblick über die 183 Todesopfer rechter Gewalt, angeordnet nach den einzelnen Bundesländern, finden Sie hier.
0. Mahmud Azhar, 40 Jahre
1. Andrzej Fratczak
2. Amadeu Antonio Kiowa, 28 Jahre (staatlich anerkannt)
3. Klaus-Dieter Reichert, 24 Jahre
4. Nihad Yusufoglu, 17 Jahre
5. Namentlich unbekannter Obdachloser, 31 Jahre
6. Alexander Selchow, 21 Jahre
7. Jorge João Gomondai, 28 Jahre (staatlich anerkannt)
8. Matthias Knabe, 23 Jahre
9. Helmut Leja, 39 Jahre, Obdachloser
10. Agostinho Comboio, 34 Jahre (staatlich anerkannt)
11. Samuel Kofi Yeboah, 27 Jahre (staatlich anerkannt)
12. Mete Ekşi, 19 Jahre
13. Gerd Himmstädt, 30 Jahre
14. Timo Kählke, 29 Jahre (staatlich anerkannt)
15. Namentlich unbekannter Jugendlicher, 18 Jahre
16. - 18. Namentlich unbekannte dreiköpfige Familie aus Sri Lanka
19. Dragomir Christinel, 18 Jahre, Asylbewerber (staatlich anerkannt)
20. Gustav Schneeclaus, 52 Jahre, Seemann (staatlich anerkannt)
21. Ingo Finnern, 31 Jahre, Obdachloser (staatlich anerkannt)
22. Erich Bosse
23. Nguyen Van Tu, 24 Jahre (staatlich anerkannt)
24. Thorsten Lamprecht, 23 Jahre (staatlich anerkannt)
25. Emil Wendtland, 50 Jahre, Obdachloser
26. Sadri Berisha, 56 Jahre (staatlich anerkannt)
27. Dieter Klaus Klein, 49 Jahre, Obdachloser
28. Ireneusz Szyderski, 24 Jahre, Erntehelfer
29. Frank Bönisch, 35 Jahre, Obdachloser
30. Günter Schwannecke, 58 Jahre, Obdachloser
31. Waltraud Scheffler, Aushilfskellnerin (staatlich anerkannt)
32. Rolf Schulze, 52 Jahre, Obdachloser (staatlich anerkannt)
33. Karl-Hans Rohn, 53 Jahre, Metzger (staatlich anerkannt)
34. Alfred Salomon, 92 Jahre
35. Silvio Meier, 27 Jahre, Drucker (staatlich anerkannt)
36. Bahide Arslan, 51 Jahre (staatlich anerkannt)
37. Ayse Yilmaz, 14 Jahre (staatlich anerkannt)
38 Yeliz Arslan, 10 Jahre (staatlich anerkannt)
39. Bruno Kappi, 55 Jahre, Lagerarbeiter
40. Hans-Jochen Lommatsch, 51 Jahre, Baumaschinist
41. Sahin Calisir, 20 Jahre
42. Karl Sidon, 45 Jahre, Parkwächter (staatlich anerkannt)
43. Mario Jödecke, 23 Jahre
44. Mike Zerna, 22 Jahre (staatlich anerkannt)
45. Mustafa Demiral, 56 Jahre (staatlich anerkannt)
46. Hans-Peter Zarse, 18 Jahre
47. Matthias Lüders, 23 Jahre, Wehrpflichtiger
48. Belaid Baylal, 42 Jahre, Asylbewerber
49. Jeff Dominiak, 25 Jahre
50. Gürsün Inçe, 27 Jahre (staatlich anerkannt)
51. Hatice Genç, 18 Jahre (staatlich anerkannt)
52. Hülya Genç, 9 Jahre (staatlich anerkannt)
53. Saime Genç, 4 Jahre (staatlich anerkannt)
54. Gülüstan Öztürk, 12 Jahre (staatlich anerkannt)
55. Horst Hennersdorf, 37 Jahre, Obdachloser
56. Namentlich unbekannter Obdachloser, 33 Jahre (staatlich anerkannt)
57. Hans-Georg Jakobson, 35 Jahre
58. Kolong Jamba alias Bakary Singateh, 19 Jahre, Asylbewerber
59. Ali Bayram, 50 Jahre, Unternehmer
60. Eberhart Tennstedt, 43 Jahre
61. Klaus R., 43 Jahre
62. Beate Fischer, 32 Jahre, Prostituierte
63. Jan W., 45 Jahre, Bauarbeiter
64. Gunter Marx, 42 Jahre
65. Piotr Kania, 18 Jahre
66. Michael Gäbler, 18 Jahre
67. Horst Pulter, 65 Jahre, Obdachloser
68. Peter T., 24 Jahre, Bundeswehrsoldat (staatlich anerkannt)
69. Dagmar Kohlmann, 25 Jahre
70. Klaus-Peter Beer, 48 Jahre
71. Maiamba Bunga, Asylbewerberin
72. Nsuzana Bunga, Asylbewerberin
73. Françoise Makodila, Asylbewerberin
74. Christine Makodila, Asylbewerberin
75. Miya Makodila, Asylbewerberin
76. Christelle Makodila, Asylbewerberin
77. Legrand Makodila, Asylbewerber
78. Jean-Daniel Makodila, Asylbewerber
79. Rabia El Omari, Asylbewerber
80. Sylvio Amoussou, Asylbewerber
81. Patricia Wright, 23 Jahre (staatlich anerkannt)
82. Sven Beuter, 23 Jahre (staatlich anerkannt)
83. Martin Kemming, 26 Jahre (staatlich anerkannt)
84. Bernd G., 43 Jahre, Geschäftsmann
85. Boris Morawek, 26 Jahre
86. Werner Weickum, 44 Jahre, Elektriker
87. Andreas Götz, 34 Jahre
88. Achmed Bachir, 30 Jahre, Asylbewerber (staatlich anerkannt)
89. Phan Van Toau, 42 Jahre
90. Frank Böttcher, 17 Jahre (staatlich anerkannt)
91. Antonio Melis, 37 Jahre
92. Stefan Grage, Polizist (staatlich anerkannt)
93. Olaf Schmidke
94. Chris Danneil
95. Horst Gens, 50 Jahre, Arbeitsloser
96. Augustin Blotzki, 59 Jahre, Arbeitsloser (staatlich anerkannt)
97. Matthias S., 39 Jahre
98. Erich Fisk, Obdachloser
99. Georg V., 46 Jahre
100. Josef Anton Gera, 59 Jahre, Rentner
101. Jana Georgi, 14 Jahre
102. Nuno Lourenco, Zimmermann (staatlich anerkannt)
103. Farid Guendoul alias Omar Ben Noui, 28 Jahre, Asylbewerber (staatlich anerkannt)
104. Egon Efferts, 58 Jahre, Frührentner
105. Peter Deutschmann, 44 Jahre, Sozialhilfeempfänger (staatlich anerkannt)
106. Carlos Fernando, 35 Jahre (staatlich anerkannt)
107. Patrick Thürmer, 17 Jahre, Lehrling (staatlich anerkannt)
108. Kurt Schneider, 38 Jahre, Sozialhilfeempfänger
109. Hans-Werner Gärtner, 37 Jahre
110. Daniela Peyerl, 18 Jahre
111. Karl-Heinz Lietz, 54 Jahre
112. Horst Zillenbiller, 60 Jahre
113. Ruth Zillenbiller, 59 Jahre
114. Jörg Danek, 39 Jahre
115. Bernd Schmidt, 52 Jahre, obdachloser Glasdesigner
116. Helmut Sackers, 60 Jahre
117. Dieter Eich, Sozialhilfeempfänger
118. Falko Lüdtke, 22 Jahre
119. Alberto Adriano, 39 Jahre (staatlich anerkannt)
120. Thomas Goretzky, 35 Jahre, Polizist
121. Yvonne Hachtkemper, 34 Jahre, Polizistin
122. Matthias Larisch von Woitowitz, 35 Jahre, Polizist
123. Klaus-Dieter Gerecke, Obdachloser
124. Jürgen Seifert, 52 Jahre, Obdachloser
125. Norbert Plath, 51 Jahre, Obdachloser (staatlich anerkannt)
126. Enver Şimşek, 38 Jahre (staatlich anerkannt)
127. Malte Lerch, 45 Jahre, Obdachloser (staatlich anerkannt)
128. Eckhardt Rütz, 42 Jahre, Obdachloser (staatlich anerkannt)
129. Willi Worg, 38 Jahre
130. Fred Blanke, 51 Jahre, Frührentner
131. Mohammed Belhadj, 31 Jahre, Asylbewerber
132. Abdurrahim Özüdoğru, 49 Jahre (staatlich anerkannt)
133. Süleyman Taşköprü, 31 Jahre (staatlich anerkannt)
134. Klaus-Dieter Harms, 61 Jahre
135. Dieter Manzke, 61 Jahre, Obdachloser (staatlich anerkannt)
136. Dorit Botts, 54 Jahre, Ladeninhaberin
137. Habil Kılıç, 38 Jahre (staatlich anerkannt)
138. Axel Obernitz, 27 Jahre
139. Ingo B., 36 Jahre
140. Kajrat Batesov, 24 Jahre
141. Klaus Dieter Lehmann, 19 Jahre
142. Ronald Masch, 29 Jahre, Dachdecker
143. Marinus Schöberl, 17 Jahre (staatlich anerkannt)
144. Ahmet Sarlak, 19 Jahre, Lehrling
145. Hartmut Balzke, 48 Jahre
146. Andreas Oertel, 40 Jahre
147. Enrico Schreiber, 25 Jahre
148. Günter T., 35 Jahre
149. Gerhard Fischhöder, 49 Jahre
150. Hartmut Nickel, 61 Jahre
151. Mechthild Bucksteeg, 53 Jahre
152. Alja Nickel, 26 Jahre
153. Petros C., 22 Jahre
154. Stefanos C., 23 Jahre
155. Viktor Filimonov, 15 Jahre
156. Aleksander Schleicher, 17 Jahre
157. Waldemar Ickert, 16 Jahre
158. Oleg Valger, 27 Jahre
159. Martin Görges, 46 Jahre
160. Mehmet Turgut, 25 Jahre (staatlich anerkannt)
161. Thomas Schulz, 32 Jahre
162. Mann, 44 Jahre
163. Ismail Yaşar, 50 Jahre (staatlich anerkannt)
164. Theodorus Boulgarides, 41 Jahre (staatlich anerkannt)
165. Tim Maier, 20 Jahre
166. Andreas Pietrzak, 41 Jahre
167. Mehmet Kubaşık, 39 Jahre (staatlich anerkannt)
168. Halit Yozgat, 21 Jahre (staatlich anerkannt)
169. Andreas F., 30 Jahre
170. Michèle Kiesewetter, 22 Jahre (staatlich anerkannt)
171. M. S., 17 Jahre
172. Peter Siebert, 40 Jahre
173. Bernd Köhler, 55 Jahre (staatlich anerkannt)
174. Karl-Heinz Teichmann, 59 Jahre
175. Hans-Joachim Sbrzesny, 50 Jahre
176. Rick Langenstein, 20 Jahre (staatlich anerkannt)
177. Marcel W., 18 Jahre
178. Marwa El-Sherbiny, 31 Jahre (staatlich anerkannt)
179. Sven M., 27 Jahre
180. Kamal Kilade, 19 Jahre (staatlich anerkannt)
181. Duy-Doan Pham, 59 Jahre
182. André Kleinau, 50 Jahre
183. Klaus-Peter Kühn, 59 Jahre
Arthur Lampel, 18 Jahre
Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Es ist zu vermuten, dass die Dunkelziffer, insbesondere bei Morden an Obdachlosen, sehr hoch ist. Weitere Fälle sind im Zustand der Überprüfung.
Monika Kruse, DJ/Initiatorin von No Historical Backspin
"Wenn No Historical Backspin vielleicht schon im Vorfeld zum Nachdenken anregen kann, so hilft der Opferfonds Cura denjenigen, die bereits unter rassistischer und intoleranter Gewalt leiden mussten."
Prof. Dr. Norbert Lammert
Bundestagspräsident
"Leider werden viele Mitbürger täglich irgendwo in unserem Land angegriffen. Wir müssen uns dagegen wehren und vor allem für die Opfer da sein."
Claudia Luzar, Opferberatungsstelle BACK UP (NRW)
"Leider fühlt sich in Deutschland kaum jemand für die zahlreichen Opfer rechtsextremer Gewalt zuständig. Aber unabhängige Hilfe kommt von dem Opferfonds CURA."
Franz Zobel, Mitarbeiter bei ezra (Opferberatungsstelle in Thüringen)
"Der Opferfonds CURA setzt ein deutliches Signal: Uneingeschränkte Solidarität mit Betroffenen rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt."
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In Deutschland wurden seit dem Wendejahr 1990 mindestens 183 Menschen Opfer rechtsextremer oder rassistischer Gewalt. Informationen über die Problematik der offiziellen Statistik und die komplette Liste der Todesfälle finden Sie hier.
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Opferfonds CURA der Amadeu Antonio Stiftung
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